Peter-Apian-Oberschule
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Frisches Blut gesucht für Peter Apian Leisnig

Finden sich keine Nachfolger, ist der Schulverein Peter Apian am Ende. Jedenfalls in zwei Jahren. Jüngst wurde der Vorstand neu gewählt. Alle Vorstandsmitglieder haben gesagt: Es ist das letzte Mal.
 

Die „Döbelner Allgemeine“ berichtet am 15.Mai:

Von Steffi Robak

Leisnig
Was macht eigentlich der Schulverein Peter Apian? Das läuft alles so reibungs- und geräuschlos, dass niemand etwas davon mitbekommt. Letzteres kann eigentlich nicht sein, denn wenn Vergünstigungen zu bekommen sind durch die Apian-Card, oder finanzielle Unterstützung für eine Schülerfahrt, dann ist auch bekannt, wohin man sich wenden muss.
Die Ausreichung von 35 000 Euro Flutspendenmitteln wurde über den Schulverein koordiniert, der Bau der Schulküche, der jährliche Theaterabend ebenfalls, und das Computer-Programmierprojekt Roberta geht in die nächste Runde – das sind nur einige handfeste Beweise dafür, dass der Verein einiges bewegt, was der Schule und den dort lernenden Kindern zugute kommt.

Läuft etwas gut, redet keiner darüber. Genau das ist das Dilemma des Schulvereins Peter Apian: Läuft. Zur jüngsten Jahreshauptversammlung wurde deutlich: Von den Hauptakteuren an der Vereinsspitze hat überhaupt niemand mehr ein Kind an der Schule.
„So hat kaum noch jemand einen Bezug zu den Eltern beziehungsweise zu den Kindern und zu dem, was alltäglich in der Schule läuft“, so das Fazit der Vereinsvorsitzenden Ulrike Hünerfauth. Und das sollte sich ändern. Ulrike Hünerfauth macht eine ultimative Ansage. Sie wird nach der aktuellen Legislaturperiode nicht wieder für dieses Amt zur Verfügung stehen.
Vor zehn Jahren hat sie das Amt aus den Händen ihrer Vorgängerin von Sigga Dobosch übernommen. Letztere blieb dem Verein auch danach weiter treu, steht zum Beispiel mit an der Spitze des Organisatorenkreises für das Jahrgangstreffen. Auch zu diesem Ereignis merkt Hünerfauth an: „Der Personenkreis der Organisatoren wird immer kleiner, da die Leute älter werden.“ Schlimmstenfalls werde es kein Jahrgangstreffen mehr geben.

In der Sitzung wurde der Vorstand für seine Arbeit der vergangenen zwei Jahre entlastet und für die nächsten zwei wieder gewählt. Neben Ulrike Hünerfauth sind es auch Sigga Dobosch, Bianca Freier, Uwe Rudolph Rosemarie Grafe und Anke Richter weiterhin im Vorstand.

Die Bilanz liest sich insgesamt sehr gut. Auch Schulleiterin Kristin Dorias-Thomas oder Bürgermeister Tobias Goth (CDU) bestätigen: Der Schulverein ist eine feste verlässliche Größe in Leisnig. Aus Sicht des Vereinsvorstandes sollen nun andere Akteure nach und nach an die Spitze rücken und dort die Verantwortung übernehmen.

Unter anderem fiel dabei das Schlagwort Lehrerschaft. Auch Lehrer, so die Meinung in der Runde, könnten sich in dem Verein engagieren. Der Elternrat solle ebenfalls angesprochen werden. Schülern könne die kostenlose Vereinsmitliedschaft angeboten werden für die Zeit, in der sie an der Schule unterrichtet werden.

Generell steht der Verein allen Interessierten offen. In den vergangenen zehn Jahren habe sich die Mitgliederzahl etwa verdoppelt. Jetzt ist das Ziel in den nächsten zwei Jahren, die Vereinsspitze nach und nach auszutauschen und möglichst zu verjüngen. Allein gelassen fühlen bräuchten sich die Nachfolger dabei nicht: So wie Ulrike Hünerfauth versichern auch die anderen Vorstandsmitglieder, sie stünden ihren potenziellen Nachfolgern auf deren ersten Schritten mit Rat und Tat zur Seite.
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